Den Wessis das Kommando nehmen?

Ein bisschen Polemik ist noch übrig. Der Wahlkampfspruch der Linken, der in Sachsen-Anhalt Aufregung erzeugte, kam zwar auf Plakaten nie zum Einsatz. Die roten T-Shirts, die die Spitzenkandidatin Eva von Angern an diesem Vormittag auf einem Parkplatz in Quedlinburg aus dem Kofferraum zieht, schmückt der alte Slogan aber noch: „Nehmt den Wessis das Kommando“. Auf dem Bild zur ursprünglichen Kampagne war unter dem Spruch ein kleines Mädchen zu sehen, das einen Berner Sennenhund an der Leine hält. Man fragte sich, wer hier mit wem spazieren geht.
Auf den Plakaten, die nun in Sachsen-Anhalt hängen, gibt sich die Linke geradezu staatsmännisch. „Wir im Osten“ heißt es auf einem. Daneben ist von Angern zu sehen, in Schwarzweiß und mit gefalteten Händen. Zu ihr passt Polemik kaum. Die gebürtige Magdeburgerin zählt in ihrer Partei zu den Reformern, beschreibt sich selbst als „pragmatisch“ und wird in Sachsen-Anhalt parteiübergreifend für ihre abwägende, eher zurückhaltende, aber zugewandte Art geschätzt. Zu den Vertrauten der Politikerin zählt Thüringens westdeutscher Ministerpräsident Bodo Ramelow.
Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln
2,95 € / Woche
- Alle wichtigen Hintergründe zu den aktuellen Entwicklungen
- Mehr als 1.000 F+Artikel mtl.
- Mit einem Klick online kündbar
Login für Digital-Abonnenten
Sie haben Zugriff mit Ihrem F+ oder F.A.Z. Digital-Abo










